Geschichte

Ende der 50er Anfang der 60er Jahre begann in Gersdorf eine Sportart zum Leben zu erwachen, die vorher noch nicht sehr populär gewesen ist – Tischtennis. Allerdings verliefen die ersten Aktivitäten recht schnell wieder im Sande, so dass es noch bis zum Jahr 1969 dauerte ehe der Tischtennissport in Gersdorf Gestalt bekam. Die Sportfreunde Helmut Hentschel, Walther Glaser, Elemar Berger, Rudolf Wehner und Herbert Schäfer waren die Ersten, die sich intensiv damit beschäftigten. Nach kurzer Zeit gesellten sich dann Siegfried Petzold, Wilfried Körner, Rudi Schmolke, Gerhard Fiedler, Günter Grum, Winfried Thiel sowie Klaus Gebler hinzu. Ein Jahr später, am 01. November 1970 wurde in Gersdorf die Sektion Tischtennis gegründet. Der Sportfreund Klaus Gebler war deren Leiter und hat diese Funktion 30 Jahre lang, bis zum Jahr 2000, inne gehabt. Schon bald, nach Gründung der Sektion, ist mit einer Mannschaft der Punktspielbetrieb aufgenommen worden, obwohl dies mit einigen Schwierigkeiten verbunden war, denn die wenigen, vorhandenen Tische befanden sich in einem schlechten Zustand. Mit den Sportfreunden Karl-Heinz Kleber, Rolf Keil und Udo Hildebrand fanden weitere und vor allem erfahrene Spieler den Weg zur Sektion, was sich in der Spielstärke und bald auch im spielerischen Niveau niederschlug. Und so stellten sich im weiteren Verlauf allmählich sportliche Erfolge ein. Gespielt wurde zunächst in der Brauschänke, später im Goldenen Band und ab 1987 in der neuen Sporthalle in Gersdorf.

Von Anfang an ist großer Wert auf die Ausbildung von Nachwuchsspielern gelegt worden. Durch Klaus Gebler selbst und später unterstützt von Lutz Manja und Gerald Gersdorf wurde im Nachwuchsbereich hervorragende Arbeit geleistet. Gersdorfer Tischtennisspieler waren und sind bei Meisterschaften und Turnieren immer dabei. Der erste, auch im Bezirk erfolgreiche
Nachwuchsspieler war Remo Mager. Durch die Schule in Gersdorf wurde in den 70er Jahren eine Arbeitsgemeinschaft – Tischtennis gebildet und auch gefördert und so fanden in der Zeit relativ viele Schüler den Weg zu dieser Sportart. Anfang der 80er Jahre mussten 4 Trainingsgruppen mit ca. 50 Schülern betreut werden. Einige der damaligen Schüler sind auch heute noch oder wieder Mitglied unserer Abteilung. Einen sehr großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung unserer Nachwuchssportler hat der Sportfreund Lutz Manja. Seit 1978 wird die Arbeit im Nachwuchsbereich deutlich von seiner Handschrift geprägt und viele der erreichten Erfolge sind auf seine intensive und zielstrebige Arbeit zurückzuführen. Gersdorf – Möhrsdorf ist der einzige Verein im Kreis der, seit der Wende 1990, ununterbrochen mit mindestens einer Mannschaft am Punktspielbetrieb für Schüler vertreten ist. Mit dem Wechsel in die neu erbaute Sporthalle, im Jahr 1987, verbesserten sich die Trainings – und Spielbedingungen erheblich. Allerdings blieb hier die Gemütlichkeit ein wenig auf der Strecke. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, neben den Punktspielen auch unsere geselligen Spiele und Turniere, wie z.B. das Volkssportturnier, durchzuführen.

Die politische Wende in Deutschland 1990 ging auch an unserer TT – Abteilung nicht ganz spurlos vorüber. Plötzlich traten Probleme auf, wie z.B. Arbeitslosigkeit, die vorher keiner kannte. Aber durch den guten Zusammenhalt der meisten Sportfreunde wurde auch diese Hürde gut überwunden. In der Folgezeit herrschte Optimismus und Zufriedenheit über die jetzt gewonnenen Freiheiten. So war es endlich möglich an gutes TT – Material, ordentliche Sportbekleidung und Sportgeräte zu gelangen. Der positivste Effekt jedoch war das Kennen lernen der Sportfreunde vom SV Gersdorf aus der Gemeinde Leinburg bei Nürnberg. Ein Datum, das in Erinnerung bleiben sollte ist der 08./09. September 1990. Die Sportfreunde Klaus Gebler, Dieter Blumstengel, Gottfried Kreische, Bodo Schmolke, Winfried Haase, Diana Manja, Jürgen Prescher und Gerald Gersdorf waren die ersten, die an diesem Wochenende in die Gemeinde Gersdorf fuhren und erste Kontakte mit den so genannten Wessis knüpfen sollten. Dies ist offenbar gut gelungen, denn seit mehr als 25 Jahren hält diese Freundschaft schon und noch immer finden regelmäßige Treffen mit sportlichen Vergleichswettkämpfen sowie gemeinsame Ausflüge zum Kennen lernen von Land und Leuten statt. Auch der gesellige Teil, auf den in beiden Abteilungen großer Wert gelegt wird, wurde nie vernachlässigt.

Sehr aktiv ist unsere TT – Abteilung auch bei der Mitarbeit im Kreisfachverband des ehemaligen Kreises Kamenz und jetzt Bautzen. Seit vielen Jahren sind von uns Sportfreunde dabei und maßgeblich an der Organisation des Punktspielbetriebes im Kreis beteiligt.

Das Jahr 2010 hätte fast das Ende der Abteilung bedeutet. Nach starken Regenfällen im Sommer war Wasser durch das defekte Dach in die Sporthalle eingedrungen und hatte den Parkettfußboden erheblich beschädigt. Das führte zur Sperrung der Sporthalle für jegliche Benutzung. Auch der Schulsport war davon betroffen. Mit den Sportfreunden des benachbarten SV Bischheim-Häslich konnten wir uns auf eine gemeinsame, parallele Nutzung ihrer deutlich größeren Sporthalle einigen. Das funktionierte jedoch nur bis zum Jahresende. Dann verursachten die großen Schneemengen dieses Winters einen Schaden an der Dachkonstruktion, worauf hin auch diese Sporthalle wegen möglicher Einturzgefahr für jegliche Benutzung gesperrt wurde. Unter miesen Bedingungen ist danach in den Klassenräumen der ehemaligen Grundschule Bischheim Tischtennis gespielt worden. Damit konnte einigermaßen der Trainings- und Wettkampfbetrieb erhalten werden. Im September 2012 sind wir dann wieder in die sanierte Sporthalle der Grundschule Gersdorf eingezogen. Allerdings mit der Folge, dass nun die TT-Spieler aus Bischheim keine Spielstätte mehr hatten. Letztendlich haben die Sportfreunde ihre TT-Abteilung aufgelöst und wechselten zum TuS 1890 Gersdorf-Möhrsdorf. Dadurch verdoppelte sich die Mitgliederzahl unserer Abteilung und somit auch die Anzahl unserer Mannschaften. Derzeit sind wir der drittgrößte Verein im Kreis Bautzen der am Wettkampfbetrieb teilnimmt.

– Der Text enthält teilweise Auszüge aus der Festrede anlässlich „40 Jahre Tischtennis in Gersdorf“–

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